Gastronomie bewerten

Die Unternehmensbewertung Gastronomie stellt Bewerter und Gutachter vor verschiedene Herausforderung – alles dreht sich um die Frage “Was ist eine Immobilie wirklich wert”? Um diese Frage zu beantworten, sind erfahrenes Consulting und Know-How entscheidende Voraussetzung.

Sie sind am Kauf einer Gastro-Immobilie interessiert und möchten wissen, ob sich Ihr Vorhaben und Ihr Businesscase finanziell lohnt? Kontaktieren Sie uns!

Wir nehmen nicht nur die Unternehmensbewertung vor, sondern erstellen Ihnen auch einen professionellen Businessplan im Rahmen der Unternehmensberatung.

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Unternehmensberatung: Unternehmenswert in der Gastronomie berechnen

Unternehmensbewertung Gastronomie in der Wiener Innenstadt – Fallbeispiel

In der Wollzeile in der Wiener Innenstadt wurde ein Lokal über einen Makler zum Kauf angeboten. Nach Bertriebseinschau ergab sich, dass das betreffende Restaurant seit mehr als drei Monaten geschlossen hatte. In diesem Fall handelte es sich also nicht um ein lebendes und ertragsfähiges Unternehmen. Somit geht es auch nicht um einen Unternehmenskauf, sondern um den Kauf des vorhandenen Inventars.

Das Inventar wurde kurz gesichtet und es ergaben sich durchgängig abgenutzte und buchhalterisch abgeschriebene Anlagegüter (Tische, Stühle), keine Teller, Geschirr, Kühlschränke, technische Geräte etc. und ein Pizza-Holzofen. Dieser hat besondere Bedeutung, da für einen Pizza-Holzofen keine Betriebsanlagengenehmigung mehr erteilt wird.

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Der neue Mietvertrag ergab eine Netto Miete von rd.€  6.000,- pro Monat. Der Restaurantbesitzer (Vormieter) wollte für das Inventar € 350.000.

Aus Bewertungssicht war der nachhaltige Zukunftserfolg zu vernachlässigen, da es sich nicht mehr um ein lebendes Unternehmen handelte.

Eine Netto-Miete von rund € 6.000,- setzt einen geschätzten Sollumsatz pro Jahr (nach erfolgter Anlaufphase, Küche und Getränkeumsatz) von netto rd. € 800.000 voraus. Um diesen Umsatz zu generieren sind Unternehmenskonzept, Kundenfrequenz, Preisstruktur, Grösse/Tischanzahl relevant.

MonatsmieteSollumsatz netto Monat Sollumsatz netto Jahr
 €    6.000,00 €                        66.666,67 €                  800.000,00

Der neue Mietvertrag wurde zwar unserem Gastronomie-Kunden als unbefristet angeboten, hatte aber keine Klausel für die Weitergabe als Inhalt.

Die Zeit für die Adaption der Räumlichkeiten wurde mit bis zu 3 Monaten bewertet, doch der Vermieter ließ keine Mietreduktion für die Umbauphase zu.

Im Zuge der Verhandlungen wurde das Inventar auf € 210.000,- reduziert.

Die Umbaukosten wurden mit rd. € 185.000 geschätzt.

Der Eigenkapitalanteil des Käufers belief sich auf über 100%.

Eine klassische Unternehmensbewertung kam in diesem Fall also nicht zum Tragen. Die Ablöse für das Inventar wäre in der Regel dem Preis für die Übernahme des Mietvertrages gleichzusetzen. Der neue Mietvertrag bezog sich aber auf aktuelle Preislagen und stellte somit keinen „Mehrwert“ für den Käufer dar. Hier ging es tatsächlich nur um die Frage, ob sich ein Invest von rd. € 430.000,- für den Gastro-Standort in der Wollzeile als realistisch darstellt. Statt einer Unternehmensbewertung stand also im vorliegenden Beratungsfall ein forecast in Form einer Prognoserechnung mit anschließendem Businessplan als Basis für die Entscheidungsfindung im Fokus.

SWOT-Analyse

Ergänzend ergab eine SWOT-Analyse folgende Zusammenfassung für die Unternehmensbewertung Gastronomie:

Stärken:

  • A-Lage
  • Hohe Frequenz
  • Geringe Konkurrenz im Umfeld
  • Kein Fremdkapital erforderlich
  • Steuerliche Vorteile durch Wahl der Afa auf 5 Jahre (Inventarkauf)
  • Pizza-Holzofen ist Bestandteil des neuen Unternehmenskonzept
  • Betriebsanlagengenehmigung vorhanden
  • Investoren arbeiten aktiv im geplanten Projekt mit
  • Schanigarten

Schwächen

  • Hohe Miete und somit hohe monatliche Umsatzvorgaben
  • ROI des Gesamtinvest >10 Jahre
  • Unternehmenswert kann bei Unternehmensverkauf möglicherweise nicht realisiert werden (Einspruchsrecht Vermieterin)
  • Käufer verfügt im Gastronomiebereich nicht über ausreichend Vorkenntnisse
  • Keine Mitnahme von bestehendem Umsatz
  • Raumkonzept und Tischanzahl

Beratungsergebnis Unternehmensbewertung Gastronomie in 1010 Wien

Aus Beratersicht ergab sich keine Unternehmensbewertung, sondern eine Empfehlung für das zukünftige Gastronomiekonzept. Das Projekt wurde zunächst als kritisch eingestuft. Die weitere Beratung wird zeigen, in welche Richtung sich das Vorhaben entwickelt. Ein ausgeklügeltes Marketing-Konzept und ein starkes Team werden die Basis für den Erfolg bilden.

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